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22.10.2019

Endlich etwas Bewegung bei der Verlängerung der S7

Deutsche Bahn hat geänderte Planungsunterlagen in Berlin eingereicht

Nach Monaten des Stillstands kommt langsam wieder Bewegung in die Planung zur Verlängerung der S7 nach Geretsried. „Die Deutsche Bahn hat nun die Genehmigungsunterlagen an das Eisenbahn-Bundesamt übergeben“, teilt der CSU-Stimmkreisabgeordnete Martin Bachhuber mit.


Damit seien von Seiten der DB Netz AG die Umplanungen, die sich mit der Verständigung auf eine Tieferlegung der Gleise an der Sauerlacher Straße in Wolfratshausen ergeben haben, abgeschlossen.

Nach Prüfung und Freigabe der Planungsunterlagen durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) mit Sitz in Berlin werden diese der Regierung von Oberbayern übergeben, die dann ihrerseits das im Jahr 2012 begonnene Anhörungsverfahren weiterführen wird. „Kommt es zu keinen weiteren Verzögerungen, müsste dies im ersten Halbjahr 2020 möglich sein“, so Bachhuber. Dieser Zeitplan aber könne nur eingehalten werden, wenn das EBA nicht wieder neue Forderungen erhebt, sagt der Abgeordnete mit Blick auf den Sommer, als aus Berlin plötzlich zusätzliche Unterlagen von der DB Netz AG verlangt worden waren. Als Bachhuber, mit tatkräftiger Unterstützung von Alexander Radwan, MdB, sich deshalb an das EBA gewandt hatten, habe er von dort die Auskunft erhalten, man könne im Augenblick die Verlängerung der S7 nicht bearbeiten, weil die DB Netz AG die angeforderten Unterlagen nicht einreiche. Bachhuber und Radwan haben deshalb bereits Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eingeschaltet: „Es kann nicht angehen, dass hier immer wieder neue Forderungen erhoben werden. So ein Vorgehen erweckt für mich den Eindruck, als wolle man auf Bundesebene die Verlängerung der S7 nicht vorantreiben, sondern verzögern.“

Damit das im Jahr 2012 gestartete Planfeststellungsverfahren möglichst zügig wieder aufgenommen werden kann, „ist man bei der DB Netz AG bereits mit den Vorbereitungen dafür beschäftigt“, erklärt Bachhuber nach einem intensiven Dialog mit Klaus-Dieter Josel, dem DB-Konzernbevollmächtigten für Bayern. „Derzeit bereitet die Bahn die Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen des Anhörungsverfahrens vor“, betont der Abgeordnete.

Dabei werde man das Beteiligungsverfahren erläutern und den Planungsstand vorstellen sowie im Rahmen von sogenannten Marktplätzen den Bürgern die Möglichkeit geben, konkrete Fragen zu spezifischen Fachgebieten wie Bau und Logistik, Lärm und Erschütterungen oder Umwelt in kleiner Runde mit Experten und Gutachtern zu diskutieren. „Das klingt alles vernünftig und zielführend“, so Bachhuber, „funktioniert aber nur, wenn die Regierung von Oberbayern aus Berlin endlich grünes Licht erhält das Verfahren fortzuführen.“ Deshalb hofft er nun, dass das EBA „dieses für unseren Landkreis so wichtige Infrastrukturprojekte nicht weiter auf die lange Bank schiebt, sondern vorrangig bearbeitet“. Ich habe Alexander Radwan schon beauftragt, wöchentlich beim EBA auf der Matte zu stehen, damit die Unterlagen ganz oben auf dem Stapel zur Bearbeitung liegen, so Bachhuber augenzwinkernd.