Martin Bachhuber

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TOURISMUS – damit wir attraktiv bleiben

Der Tourismus ist der größte Wirtschaftsfaktor im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Der Tourismus sichert Arbeitsplätze und beschert den Städten und Gemeinden ein hohes Steueraufkommen. Über 60 Millionen Euro sind das in jedem Jahr.

Deshalb müssen wir den Tourismus stärken und unterstützen, wo wir nur können.

Aus diesem Grunde hat der CSU-Kreisverband eine eigene Arbeitsgruppe Tourismus gegründet. Diese Arbeitsgruppe versteht sich als Diskussionsforum und Ideenschmiede.

Wir wollen als überparteiliches Gremium zusammen mit Branchenprofis nicht nur über aktuelle Probleme sprechen, sondern gemeinsam Wege aufzeigen, wie man den Tourismus in unserem Landkreis weiterentwickeln und fit für den internationalen Wettbewerb machen kann.

Machen Sie mit! Engagieren Sie sich für 5.200 Menschen, die in unserem Landkreis ihren Lebensunterhalt mit dem Tourismus bestreiten! Unterstützen Sie uns, damit das Tölzer Land auch in Zukunft ein begehrtes Ziel von Urlaubern aus allen Teilen der Welt bleibt!

Wie Sie das machen können? Ganz einfach.

Auf den Link klicken, den Fragebogen ausfüllen und ans uns zurücksenden!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.





Rednerauszug der Plenarsitzung vom 14. Oktober 2010

Martin Bachhuber (CSU):
Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren, Hohes Haus!

Wenn dieses Hohe Haus heute das Olympia-Gesetz auf den parlamentarischen Weg bringt, dann werden damit nicht nur die Weichen für die Bewerbung um ein großes Sportereignis gestellt, in dessen Glanz sich viele Menschen sonnen können.

Nein, ganz im Gegenteil:

Mit der Verabschiedung des Olympia-Gesetzes beweist die Politik große Verantwortung für die Zukunft des gesamten Freistaats; denn wie die Olympischen Sommerspiele 1972 der Stadt München und ganz Bayern einen enormen wirtschaftlichen und touristischen Schub gaben, werden dies auch die Olympischen Winterspiele 2018 tun.

Der nun vorliegende Gesetzentwurf ist - das sage ich in aller Unbescheidenheit - ein großer Wurf. Wir alle wissen, dass gerade im Hinblick auf die Grundstücksfragen in Garmisch-Partenkirchen manches im Vorfeld hätte besser und geräuschloser ablaufen können. Eine frühzeitige Einbindung und ernsthafte Gespräche auf Augenhöhe mit den Grundstücksbesitzern durch die Bewerbungsgesellschaft hätten erfolgen müssen.
Den Menschen dort ging es um den Erhalt ihrer Heimat, und manche despektierliche Äußerung aus München hat sicherlich nicht zur Lösung oder Annäherung beigetragen.

Als es eine Minute vor zwölf war, hat die Bayerische Staatsregierung bewiesen, dass sie ihrer Verantwortung für dieses bedeutende Projekt gerecht wird.
Ganz besonders möchte ich hier Herrn Staatsminister Schneider erwähnen.

(Beifall bei der CSU)

Wir beide haben viele Nächte in Garmisch-Partenkirchen verbracht,

(Zunehmende Heiterkeit - Beifall bei der CSU)

um die verhärteten Fronten aufzuweichen, ein Klima des Vertrauens zu schaffen und letzten Endes mit den Grundstücksbesitzern eine Lösung zu finden und zu vereinbaren, die Eingang in das heute zur Debatte stehende Olympia-Gesetz gefunden hat.

(Zurufe von der CSU)

Die Politik hat dabei großes Verantwortungsbewusstsein und große Handlungsfähigkeit bewiesen. Das ist von entscheidender Bedeutung, weil wir auf diese Weise das Vertrauen der Menschen gewonnen haben.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

die Austragung der Olympischen Winterspiele 2018 und der sich daran anschließenden Paralympics ist eine einmalige Chance für ganz Bayern.
Diese beiden Großveranstaltungen sind eine hervorragende Gelegenheit, um den Freistaat in seiner Gänze weltweit darzustellen.

Die Olympischen Winterspiele werden positive Impulse für Industriebranchen wie Bauwirtschaft, Handwerk, Handel und Dienstleistungen haben, die weit über die Austragungsorte hinausgehen. Nicht zuletzt der Tourismus, ein ganz wesentlicher Wirtschaftsfaktor für Bayern, wird einen Impuls erfahren, wie er sonst wohl nicht - oder zumindest nicht in diesem Zeitraum - realisiert werden könnte.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

lassen Sie mich auch noch deutlich anmerken: Wer heute immer noch daran zweifelt, dass Olympia 2018 die ersten wirklich "grünen" Spiele werden, der sollte sich einmal ganz genau das Sportstätten- und das Nachhaltigkeitskonzept unserer Bewerbung ansehen.

In diesem Nachhaltigkeitskonzept sind 18 Leitprojekte enthalten, die alle dazu beitragen, dass dies die ersten Olympischen Winterspiele sein werden, die klimaneutral ausgetragen werden. Ich möchte an dieser Stelle nur die "Grüne Flotte", die "Plus-Energie-Dörfer" oder das für Garmisch-Partenkirchen geplante Zentrum für Nachhaltigkeit nennen.

Ebenfalls im Sinne des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit ist es, dass nach den erfolgreichen Grundstücksverhandlungen die "grüne Lunge" von Garmisch-Partenkirchen erhalten bleibt. Auch dies ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie verantwortungsvoll im Rahmen dieser Bewerbung mit Natur um Umwelt umgegangen wird.

Darüber hinaus ermöglichen die Winterspiele 2018 durch die umfassende Beteiligung des Bundes auch eine Reihe ganz wesentlicher Projekte der Verkehrsinfrastruktur, die ohne Olympiade nicht in diesem engen zeitlichen Rahmen verwirklicht werden könnten, und zwar in München: Ausbau Föhringer Ring und Tram 20/21; in Garmisch: Bau von Kramer- und Wanktunnel, Ortsumfahrung Oberau mit Autobahn-Lückenschluss, teilweise zweigleisiger Ausbau der Bahn München - Garmisch-Partenkirchen; in Berchtesgaden: Ausbau der A 8 und der Kreisstraße BGL 8.

Mit diesen Maßnahmen werden die zum Teil unendlichen Staus dann der Vergangenheit angehören - ebenfalls ein großer Beitrag zum Schutz von Mensch und Natur.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

das Olympia-Gesetz soll auch eine symbolische Einladung an alle Menschen in der ganzen Welt sein, an die Sportlerinnen und Sportler, aber besonders an Menschen mit Behinderung, und an die Jugend in der Welt.
Ich bin überzeugt, wenn München 2018 den Zuschlag erhält, folgt dem Sommermärchen 2006 ein Wintermärchen 2018 mit großen nachhaltigen Auswirkungen für ganz Bayern.

Sprechen Sie mit uns diese Einladung in die Welt hinaus aus. Ich bitte um Zustimmung zu diesem Gesetz.

(Beifall bei der CSU und der FDP - Zurufe von der CSU: Sehr gut!)

 
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